Die Bodenarbeit der Tellington TTouch Methode

Achtsam bewegen
Mit dem Hund bewegen wir uns oft schnell. Schnelle Bewegungen geben uns einen gewissen ‚Kick‘, machen uns wach, lebhaft. Die Bodenarbeit der Tellington Methode ist langsam, und aus der Langsamkeit kommen wertvolle Impulse für Hund und Mensch. Langsame Bewegungen sprechen nicht das Aktivitätssystem an, sondern die Achtsamkeit, das Beruhigungssystem der Hunde. Langsamkeit an sich lädt uns ein, hinzufühlen, hinzuschauen, hinzuspüren, Qualitäten, denen wir in unserer schnellen Welt wenig Raum geben. Die achtsame langsame Bewegung aktiviert das parasympathische Nervensystem, das für emotionale Balance zuständig ist. Deshalb ist die Bodenarbeit sehr gut geeignet für Hunde, die tendenziell schnell und reaktiv sind und Mühe mit ihrer Selbstkontrolle haben. Achtsame, langsame und ungewohnheitsmäßige Bewegungen bewirken, dass die Hunde neue Zugänge und Muster in ihrem Verhalten entdecken, zulassen und integrieren können.
Wie geht das?
Die Hunde sind meist angeleint, an Geschirr oder Halsband, in Ausnahmsfällen am Kopfhalfter. Über die Leinenverbindung lernen wir, mit sehr feinmotorischen Signalen zu kommunizieren, und damit die Bewegung, aber auch die Balance und Körperhaltung zu beeinflussen. Wir führen die Hunde über einen vorbereiteten Übungsparcours, in dem sie sich verschiedenen Aufgaben stellen. Um beide Hemisphären des Gehirns anzusprechen, übt man auch zwischen zwei Menschen, sowie in unterschiedlichen Stangengassen und Stangenlabyrinthen.
Was kann man lernen?
Als Mensch kann ich lernen, die Leine feinmotorisch und differenziert zu führen – die halbe Miete für Leinenführigkeit. Ich kann verstehen, was es bedeutet, Führung zu übernehmen, klar zu führen, von innen nach außen, was die andere Hälfte für gute Verständigung über die Leine ist. Unsere Hunde lernen, ihren Körper bewusst und achtsam zu bewegen, die Bewegungen zu koordinieren und überlegt an Aufgaben heranzugehen. Die Bodenarbeit schult Leinenführigkeit, gesunde Bewegungsmuster, Selbstbewusstheit und körperliche Balance, welche direkt auf die emotionale Balance ausstrahlt und dort manchmal Wunder wirkt.
Für wen ist das interessant?
Für impulsive Hunde, Hunde, die an der Leine ziehen und Grobmotoriker. Für kleine Hunde, die lernen sollen, bei sich zu sein. Für Hunde, mit leinenaggressivem Verhalten. Für überaktive Hunde, Hunde mit körperlichen Themen, Einschränkungen in ihrer Beweglichkeit oder leichtem Schmerzgeschehen, ebenso wie für junge Hunde, um deren psychomotorische Entwicklung zu unterstützen. Interessant ist die Bodenarbeit auch für Hundetrainer*innen, die neue Zugänge zum Thema Leinenführigkeit suchen.
Teilnahme mit Hund 95,- € (12 Plätze)
Teilnahme ohne Hund 75,- € (8 Plätze)